01.03.2019

Immobilien aktuell

Vermietungsverluste absetzen

Das Finanzamt erkennt eine Vermietung oder Verpachtung nur dann an, wenn der Vermieter nachweislich die Absicht hat, positive Einkünfte zu erzielen. Auf lange Sicht müssen die Kosten durch die Erträge gedeckt sein. Andernfalls geht das Finanzamt von einem „Privatvergnügen“ aus. Eine Minderung des zu versteuernden Einkommens ist dann nicht möglich. Das bedeutet aber nicht, dass langjährige Verluste aus Vermietung und Verpachtung grundsätzlich nicht anerkannt werden.

Handelt es sich um eine dauerhafte Vermietung an fremde Dritte handelt, dann geht das Finanzamt typischerweise von einer Einkommenserzielungsabsicht aus, da sich fremde Leute normalerweise nichts schenken. Wer jedoch an eine nahestehende Person vermietet, muss einem Fremdvergleich standhalten. Das Finanzamt prüft, ob diese Vermietung in gleicher Weise auch mit einem fremden Dritten durchgeführt worden wäre.

Weitere Immobilienurteile

Verlust eines Generalschlüssels: Schlüssel, die nicht nur zur Wohnungstür, sondern auch noch zur Haus- und Kellertür passen, sind nicht nur praktisch, sondern auch teuer, wenn man sie verliert. Dies musste ein Mieter erfahren, der beim Auszug seinem Vermieter nur noch einen Wohnungsschlüssel zurückgeben konnte, da er den zweiten Schlüssel nicht mehr fand. Der Vermieter hielt es aus Sicherheitsgründen für notwendig, alle 27 Zylinder der Schließanlage auszutauschen. Die Kosten in Höhe von 1.400 Euro stellte er dem Mieter in Rechnung. Dieser verweigerte die Zahlung und zog vor Gericht. Zu Unrecht, so urteilten die Richter (Az.: 27 C 221/10). Da der Mieter seine Obhuts-und Rückgabepflicht verletzt habe, steht dem Vermieter Schadenersatz zu. Dieser deckt nicht nur die Kosten für die Wiederherstellung des Schlüssels, sondern auch die Kosten für die Erneuerung der gesamten Schließanlage.   

Kein Teppich als Lärmschutz: Knarrende Holzböden sind laut und ein Ärgernis für die Nachbarn. Ein Teppich könnte die Geräusche abschwächen, doch dazu ist der Mieter nicht verpflichtet. Solange Holzböden fachgerecht verlegt sind, müssen Nachbarn die störenden Geräusche hinnehmen, so der Mieterbund in Berlin.

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